Unser Apotheken ABC

Arzneimittel auf Rezept

Welche Medikamente sind verordnungsfähig?

Der Gesetzgeber hat vor einigen Jahren festgeschrieben, dass die Krankenkassen nur noch verschreibungspflichtige Medikamente für erwachsene Versicherte auf dem rosa Kassenrezept erstattet werden.

Für (fast alle) pflanzlichen Arzneimittel bedeutet das, dass sie nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden und die Patienten diese selber zahlen müssen. Insgesamt gilt:


Für Kinder bis 12 Jahre sind sämtliche Arzneimittel erstattungs-fähig und zuzahlungsfrei.

Für Heranwachsende (bzw. Kinder) bis 18 Jahre sind sämtliche Arzneimittel erstattungsfähig, wenn entsprechende Entwicklungsstörungen vom Arzt festgestellt wurden (ohne Zuzahlung). Übrigens ist dies unabhängig davon, ob der behandelnde Arzt das auf dem Rezept vermerkt.

Hierzu existieren einige Ausnahmeregelungen, wie beispielsweise die Erstattung der „Pille“ für Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Eine Zuzahlung fällt dabei ab dem 19. Lebensjahr an.

Verschiedene Arzneistoffe sind bei bestimmten Anwendungs-gebieten - auch wenn sie nicht verschreibungspflichtig sind - erstattungsfähig- So ist beispielsweise das Abführmittel „Lactulose“ für Patienten mit einer schmerztherapeutisch bedingten Verstopfung erstattungsfähig. Auch Allergiker erhalten viele Medikamente, welche eigentlich rezeptfrei sind, trotzdem auch dem rosa Rezept - müssen jedoch natürlich zuzahlen.

Rabattarzneimittel

Krankenkassen haben mit Herstellern Verträge ausgehandelt

Die gesetzlichen Krankenkassen sind laut Gesetzgeber dazu berechtigt,  für eine Vielzahl von Wirkstoffen mit Pharma-Herstellern einen Rabattvertrag abzuschließen.


Für die Versicherten hat das zur Folge, dass sie für Medikamente mit diesen Wirkstoffen nur Präparate von Herstellern erhalten können, mit denen die jeweilige Krankenkasse einen Rabattvertrag geschlossen hat.


Arzneimittel, für welche diese Regelung zutrifft, müssen jedoch immer folgende Vorraussetzungen erfüllen:


Sie müssen den gleichen Wirkstoff bei identischer Dosierung enthalten.

Sie müssen die gleiche Packungsgröße haben.

Es dürfen keine pharmazeutischen Bedenken - wie z.B. Teilbarkeit oder Hilfsstoffunverträglichkeiten - einer Abgabe entgegenstehen.


Das klingt im ersten Moment eigentlich nicht kompliziert, birgt allerdings eine ganze Reihe von Problemen in sich. So fällt es vielen Patienten sehr schwer, ständig unterschiedliche Packungen zu Hause zu haben. Häufig führen die Unterschiede in der Farbe der Tablette bzw. Verpackungen zur Verunsicherung. Vor allem ältere Patienten können sich in diesem Dschungel schnell verirren.


Es zeigt sich außerdem häufig, dass einzelne zwar wirkstoff- und dosisgleiche Medikamente unterschiedlicher Hersteller bei einigen Patienten unterschiedlich wirken können (Zeit bis zum Eintreten der Wirkung, verstärktes Empfinden von Nebenwirkungen, Unverträglichkeit einzelner Hilfsstoffe etc.).


Bei solchen Problemen lassen wir bzw. Ihr Arzt Sie nicht im Stich. So kann Ihr Arzt im begründeten Einzelfall einen Austausch, welchen die Krankenkasse den Apotheken vorschreibt, verhindern, in dem er dies auf dem Rezept entsprechend vermerkt.


Gern beraten wir Sie, wenn Sie Probleme mit einem ausgetauschten Arzneimittel haben sollten. Testen Sie uns...

Zuzahlungen

Wie kommen eigentlich die Zuzahlungen für Arzneimittel zu Stande?

Zuzahlungen, welche Sie für die meisten Arzneimittel leisten müssen, sind abhängig vom Arzneimittelpreis. Dabei   erhebt Ihre Krankenkasse folgende Beträge:


    5 Euro für Medikamente, deren Preis 50 € nicht übersteigt.

    10% des Arzneimittelspreises, wenn dieser zwischen 50 und
    100 € liegt.



Für Medikamente, welche weniger als 50 Euro kosten, erhält Ihre Krankenkasse also immer 5 Euro. Kostet ein Medikament z.B. 70 €, fallen 10% - also 7,00 € - an, jedoch nie mehr als 10 € pro Arzneimittel.


Einige Arzneimittel sind von der Zuzahlung befreit. Dies trifft zu, wenn der Hersteller des Medikaments den u.a. von den Krankenkassen festgelegten Höchstpreis für einen bestimmten Wirkstoff um mind. 30 % unterbietet.


Da die Preise für Medikamente alle 14 Tage durch die Hersteller geändert werden kann, kann es vorkommen, dass für ein bisher nicht zuzahlungspflichtiges Arzneimittel plötzlich doch eine Zuzahlung erhoben wird.


Wir informieren alle unsere Patienten, ob für ein Ihnen verordnetes Medikament eine zuzahlungsfreie Alternative erhältlich ist und ob ein Austausch ohne Risiken und Einschränkungen führen möglich ist.


Öffnungszeiten

Mo-Fr    8.00 bis 18.00
Sa         8.00 bis 12.00





Apothekerin Christine Schaarschmidt

August-Bebel-Strasse 94 I 08344 Grünhain-Beierfeld

Telefon (03774) 61041 kontakt@spiegelwaldapotheke.de